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Als das Wasser versiegte: Die große Dürre von 1540

Trockene Böden, Missernten, Flüsse als Rinnsale, Schäden an Bäumen und Waldbrände. Die Trockenjahre häufen sich. Noch werden sie übertroffen von der großen Dürre 1540.

In diesem Zeitzeichen erzählt Anne Preger:

Es ist ein Jahr ohne Regen. Elf Monate lang bleibt der Himmel über Mitteleuropa blau und gnadenlos heiß - von Norddeutschland bis Italien, von Polen bis Frankreich. Flüsse trocknen aus, Mühlen stehen still, Vieh verdurstet. In Würzburg erinnert eine einzelne Flasche "Steinwein" an diese Katastrophe: süß, schwer, fast sirupartig - und bis heute ungetrunken.

1540 versiegt jedoch nicht nur das Wasser, sondern auch die Energie: ohne Wasserkraft kein Mehl, kein Brot, kein Leben. Chronisten berichten von brennenden Wäldern, toten Tieren und Menschen, die sich in Keller flüchten. Historiker nennen es "das extremste Hitzejahr der letzten Jahrtausende". Und doch: Schon zwei Jahre später kommt der Frost zurück.

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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autorin: Anne Preger
Redaktion: Frank Zirpins
Technik: Joseph Baader/Thomas Bleuel

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