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John Reed: US-Kommunist mit Ehrengrab am Kreml

Ausgerechnet ein US-Amerikaner schreibt als Augenzeuge "Zehn Tage, die die Welt erschütterten" über die Oktoberrevolution. In Moskau gefeiert, in den USA geächtet.

In diesem Zeitzeichen erzählt Christoph Tiemann:

John Reed, geboren 1887 in Portland, Oregon, wächst in einer privilegierten Familie auf. Doch statt im Schutz seines Elternhauses zu bleiben, sucht er die Nähe zu Arbeitern, Armen und Entrechteten. Als Journalist berichtet er von Streiks, vom Krieg - und schließlich von der Russischen Revolution.

1917 erlebt er in Petrograd, wie Lenin und die Bolschewiki die Macht übernehmen. Sein Bericht "Zehn Tage, die die Welt erschütterten" wird zum Klassiker der Zeitgeschichte. Lenin nennt es eine "wahrheitsgetreue und lebendige Darstellung" der Revolution. 1920 stirbt John Reed mit nur 33 Jahren an Typhus in Moskau - und findet seine letzte Ruhestätte dort, wo die Sowjetmacht geboren wurde: an der Kremlmauer auf dem Roten Platz.

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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor:in: Christoph Tiemann
Redaktion: Matti Hesse
Technik: Moritz Raestrup

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