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Verschollen im arktischen Eis: Polarforscher John Franklin

Immer wieder fährt Franklin (geb. 16.4.1786) ins Eis. Er will Karriere machen, die Nordwestpassage finden und wird schließlich berühmt - allerdings nicht nur als Entdecker.

In diesem Zeitzeichen erzählt Joscha Seehausen:

Sir John Franklin ist ein Kind seiner Zeit: ehrgeizig, pflichtbewusst und überzeugt vom Fortschritt. Nach frühen Expeditionen wird er als Held gefeiert, obwohl sie viele Tote fordern. Sein Ruf als Arktisexperte wächst - ebenso sein Wunsch, für die britischen Krone ein letztes großes geografisches Rätsel zu lösen: die so genannte Nordwestpassage finden, eine viel versprechende Seeverbindung zwischen Europa und Asien durch das arktische Archipel im Norden Kanadas.

1845 bricht Franklin mit den Schiffen Erebus und Terror auf. Sie sind vollgestopft mit Innovationen, Konserven und Hoffnung. Doch die Expedition verschwindet im arktischen Eis. Jahrzehntelang sucht man nach Spuren - und stößt auf verstörende Hinweise: gescheiterte Fluchtversuche, Kannibalismus, schwere Fehlentscheidungen. Erst moderne Archäologie und die lange ignorierten Erzählungen der Inuit bringen das Bild langsam zusammen.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:

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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Joscha Seehausen
Redaktion: Carolin Rückl und Matti Hesse

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