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Moschee, Gottesdienst und Aristoteles: das Erbe des Averroes

Im Jahr 1126 wird Averroes in Córdoba geboren. Der islamische Gelehrte übersetzt Aristoteles und prägt damit Europas Philosophie und das Werk Salman Rushdies.

In diesem Zeitzeichen erzählt Uli Hufen:

Der 1126 geborene Ibn Rushd, genannt Averroes, wächst in Córdoba in einem kulturellen und intellektuellen Umfeld auf, das mit Köln, Paris oder London zu der Zeit nicht vergleichbar ist. Geschult im islamischen Recht und belesen in allen Wissenschaften, arbeitet Averroes als Richter und Leibarzt des Kalifen.

Berühmt wird er als Übersetzer und Kommentator von Aristoteles. Dabei sieht er keinen Widerspruch zwischen Religion und Philosophie. Schließlich heißt es im Koran: "Denkt nach, die ihr Einsicht habt!"

Das sehen Religionslehrer anders. Averroes fällt in Ungnade am Hof, wird verbannt und seine Schriften verboten. Die christlichen Eroberer greifen später auf seine Kommentare zurück, um die antike Philosophie zu verstehen.

Bis heute gilt Averroes als einer der großen Denker. Ob er ein Atheist, Rationalist, Religionskritiker oder früher Aufklärer war, darüber wird seit Jahrhunderten gestritten.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:

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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Uli Hufen
Redaktion: David Rother, Emily Jeuckens
Technik: Max Scholpp

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