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Kinderrepublik statt Knast: Homer Lanes Pädagogik des Vertrauens

Der Pädagoge gründet Kinderrepubliken, in denen straffällige Jugendliche sich selbst regieren – mit Erfolg und Schattenseiten. Am 5.9.1925 stirbt Homer Lane in Paris.

In diesem Zeitzeichen erzählt Doris Arp:

Homer Lane ist schon Anfang des 20. Jahrhunderts überzeugt: Wenn aus der Bahn geratene Jugendliche die Regeln des Zusammenlebens selbst bestimmen können, dann halten sie sich daran. Gefängnisse hingegen sieht er als kriminelle Lehranstalten, die selten zur Integration führen.

Einen ersten Praxistest unternimmt Homer Lane 1907, als er die "Ford Republik" in Detroit übernimmt. Dort leben rund 60 auffällig gewordene Jugendliche in einer reformpädagogischen Wohngruppe, finanziert von der Ford-Familie. Er lässt sie selbst bestimmen, nach welchen Regeln sie zusammenleben wollen, aber auch die Konsequenzen aus Verstößen tragen – mit Erfolg.

Bald gilt Homer Lane als die Autorität im Umgang mit jugendlichen Straftätern in den USA. 1912 folgt der Ruf nach England. In der Grafschaft Dorset baut er mit dem "Little Commonwealth" seine eigene Kinder- und Jugendeinrichtung auf. Als ihn zwei Mädchen des "unmoralischen Verhaltens" beschuldigen, muss er die Anstalt verlassen. Homer Lane stirbt am 5.9.1925 mit 50 Jahren in Paris.

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Die Macherinnen hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Doris Arp
Redaktion: Sefa Inci Suvak
Technik: Petra Laubach

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