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Judenpogrome 1096: Kreuzfahrer bringen den Tod ins Rheinland

Im Mittelalter lassen Kreuzfahrer auf dem Weg nach Jerusalem ihrem Hass gegen Jüdinnen und Juden freien Lauf. Auch in Köln eskaliert die Gewalt mit tödlichen Folgen.

In diesem Zeitzeichen erzählt Uwe Schulz:

Im Frühjahr 1096 erreicht der Erste Kreuzzug das Rheinland. Was als bewaffnete Pilgerfahrt ins Heilige Land beginnt, schlägt schon bald in hemmungslose Gewalt um. Unorganisierte Kreuzfahrerhaufen ziehen durch Städte und Dörfer und richten sich gegen jüdische Nachbarn, die sie zu Feinden erklären. Auch Köln bleibt nicht verschont. Trotz Versuchen der Obrigkeit, die Juden dort zu schützen, werden sie verfolgt, beraubt und ermordet.

Chronisten schildern die Schändung von Häusern, Synagogen und Thorarollen. Das Pogrom dauert Tage und hinterlässt eine tief verwundete Gemeinde. Die Ereignisse von 1096 prägen das jüdische Gedächtnis über Generationen hinweg und wirken bis in die Gegenwart nach.

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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Uwe Schulz
Redaktion: Sefa Inci Suvak

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