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Die Banditenkönigin Indiens: Phoolan Devi

Sie wurde vergewaltigt, gejagt und eine gefürchtete Rebellin. Nach Jahren im Gefängnis zog sie ins Parlament ein. Am 25. Juli 2001 wurde Phoolan Devi erschossen.

In diesem Zeitzeichen erzählt Christiane Kopka:

Die Mörder kommen in der Mittagspause. Am 25. Juli 2001 wird Phoolan Devi, Abgeordnete der linken Samajwadi-Partei, vor ihrem Haus in Neu-Delhi erschossen Einer der Täter gibt später an, aus Rache für das Massaker im Dorf Behmai gehandelt zu haben.

Dort war Phoolan Devi einst wochenlang festgehalten, gedemütigt und von Männern höherer Kasten vergewaltigt worden. Doch ihr gelingt die Flucht und sie schlägt zurück. Bei ihrem Vergeltungsangriff werden 20 Männer erschossen – bis heute ist umstritten, welche Rolle sie selbst dabei spielte.

Das Blutbad begründet ihren Mythos als Banditenkönigin und Rächerin der unteren Kaste. Elf Jahre sitzt sie ohne Gerichtsverfahren im Gefängnis, nach ihrer überraschenden Freilassung wird sie als Symbolfigur der unteren Kasten zweimal ins indische Unterhaus gewählt.

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Die Macherinnen hinter diesem Zeitzeichen:
Autorin: Christiane Kopka
Redaktion: Sefa Inci Suvak

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