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Sie wollte nie Schokolade: Das tragische Leben der Trude Herr

Trude Herr lässt die Nachkriegszeit lachen. Derb, kölsch und stolz auf ihre Wurzeln, hat sie die "kleinen Leute" im Blick. Am 16. März 1991 stirbt die Kölnerin in Südfrankreich.

In diesem Zeitzeichen erzählt Irene Geuer:

Trude Herr hat es nie leicht im Leben. Ihre Familie ist arm und wohnt Ende der 1920er-Jahre in Köln-Mülheim. Der Vater arbeitet als Lokführer in der Chemischen Fabrik Kalk. Er ist Kommunist und aktiv bei den Arbeiteraufständen, später im Naziregime kommt er ins Konzentrationslager.

Im Beruf fühlt sie sich oft von Produzenten und Regisseuren zurückgesetzt. Trude Herr ist gerne mal laut und fährt den Leuten über den Mund. Immer mit dem Gefühl: Ich darf mich nicht unterkriegen lassen. 1977 pachtet sie ein Theater in der Kölner Südstadt. Das Haus ist oft ausverkauft. Ihre wenigen ernsten Stücke werden beachtet, erfolgreicher bleibt sie aber als Ulknudel.

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Die Macherinnen hinter diesem Zeitzeichen:
Autorin: Irene Geuer
Redaktion: Sefa Inci Suvak

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