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Mit der Kleinen Eiszeit kommt das große Zittern über Europa

Im Jahr 1560 mehren sich Berichte über Kälte, Ernteausfälle und verschobene Jahreszeiten. Die Kleine Eiszeit stellt die Menschen in Mitteleuropa vor extreme Probleme.

In diesem Zeitzeichen erzählt Thomas Mau:

Mit dem Begriff Kleine Eiszeit ist kein Erdzeitalter gemeint, sondern eine jahrhundertelange Kälteepoche mehr als 10.000 Jahre nach der letzten großen Eiszeit. Sie stellt die Gesellschaften Mitteleuropas vor extreme Herausforderungen. Zumal auch noch die Pest wütet und die Folgen des Dreißigjährigen Krieges die Menschen plagen. Die Krisen jener Zeit sorgen für gesellschaftliche Veränderungen, die bis heute nachwirken.

Die Kleine Eiszeit beginnt etwa in der Mitte des 16. Jahrhunderts - nach einer wärmeren Phase im späten Mittelalter, als in Köln, Duisburg und England noch Wein angebaut wird. Besonders kalt ist es während der sogenannten Grindelwald-Fluktuation. Dieser Begriff bezeichnet eine Phase zwischen 1560 und 1630, in der der Schweizer Grindelwald-Gletscher in den Berner Alpen besonders stark wächst.

Im Mittel ist es zu dieser Zeit etwa zwei Grad Celsius kälter als die Durchschnittstemperatur im 20. Jahrhundert. Es folgen immer wieder besonders kalte Winter auf besonders nasse Sommer. Der Lebensmittelanbau kommt ins Stocken. Viele Menschen müssen hungern.

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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Thomas Mau
Redaktion: Christoph Tiegel und Sefa Inci Suvak

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