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Ein Leben zwischen Mekka, Nil und Kamasutra: Richard F. Burton

Wie im Wahn bereist der britische Abenteurer, Diplomat und Ethnograf Richard Francis Burton (geb. am 19.3.1821) fremde Kulturen. Als Autor und Übersetzer bricht er Tabus.

In diesem Zeitzeichen erzählt Andrea Kath:

Er ist ein wahrer Weltensammler: Indien, Arabien, Ostafrika. Kein Ort ist ihm zu weit, keine Expedition zu beschwerlich. Richard Francis Burton gehört zu den wagemutigsten Forschungsreisenden des 19. Jahrhunderts. Als erster Europäer erreicht er verkleidet die heiligen Städte Mekka und Medina, später den Tanganjikasee in Afrika.

Der britische Offizier ist ein Kosmopolit mit außergewöhnlichem Sprachentalent. Fast dreißig Sprachen und zahlreiche Dialekte beherrscht er. Burton glaubt: Wer eine Kultur verstehen will, muss ihre Sprache sprechen. Sein Leben lang reist, schreibt und übersetzt er. Erst spät wird er berühmt: etwa mit seiner englischen Ausgabe der Geschichten aus "Tausendundeiner Nacht" oder mit der Übersetzung des "Kamasutra".

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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autorin: Andrea Kath
Redaktion: Christoph Tiegel und Frank Zirpins
Technik: Sascha Schiemann

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