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Er verstand das Sehen: Alhazen, der vergessene Wissenschaftler

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Er erklärt als Erster, wie Sehen wirklich funktioniert - mit Experimenten, Logik und Licht: der arabische Gelehrte Alhazen. Und gerät dennoch fast in Vergessenheit.

In diesem Zeitzeichen erzählt Marko Rösseler:

Alhazen wird um das Jahr 965 in Basra, im heutigen Irak, geboren. Anscheinend ist er aber vor allem in Kairo tätig, das im Mittelalter ein wichtiger Ort für die Wissenschaften ist.

Weil Alhazen sich mit seinem Vorhaben, einen Nil-Staudamm zu bauen, übernimmt, kommt es zum Zerwürfnis mit dem Kalifen. So jedenfalls behauptet es eine Legende. Alhazen kommt demnach in Hausarrest. Alhazen verwandelt sein Gefängnis in ein Forschungslabor und widmet sich fortan ungestört seinen bahnbrechenden Experimenten, vor allem auf dem Gebiet des Sehens.

Akribisch dokumentiert Alhazen in seinem Werk "Buch der Optik", wie er schrittweise die Geheimnisse des Lichts und des menschlichen Auges erschließt. Er hat bereits erste Ideen zu einer Brille, die aber erst 300 Jahre später in Europa vom Mönch Roger Bacon erfunden wird. Alhazen selbst konstruiert die erste Camera Obscura, den Urahn des Fotoapparats, sowie "gläserne Lesesteine" - was einige bis heute behaupten lässt, er habe die Lupe oder sogar die Brille erfunden. Das stimmt so nicht, aber eventuell hat er andere durch sein Werk zu diesen Erfindungen angestiftet.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:

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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Marko Rösseler
Redaktion: Matti Hesse
Technik: Sarah Fitzek

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