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Die Rainbow-Warrior-Affäre: mit Sprengstoff gegen Atomprotest

Ein Schiff versenkt, ein Aktivist tot, ein Minister stürzt. Am 20.9.1985 wird klar: Frankreichs Geheimdienst steckt hinter dem Anschlag auf das Greenpeace-Schiff.

In diesem Zeitzeichen erzählt Daniela Wakonigg:

Es ist das französische Watergate: Am 10. Juli 1985 sinkt die Rainbow Warrior im Hafen von Auckland. Das Greenpeace-Schiff wollte von dort aus gegen französische Atomtests im Pazifik protestieren. Beim Untergang der "Rainbow Warrior" stirbt der Fotograf Fernando Pereira.

Neuseeland startet eine groß angelegte Polizeiaktion, um die Hintergründe zu klären. Bald wird klar: Es handelt sich um einen gezielten Anschlag, dessen Spuren direkt zum französischen Geheimdienst führen. Die Weltöffentlichkeit ist fassungslos, die Verantwortlichen in Paris streiten lange ab, davon gewusst zu haben.

Doch die Beweise sind erdrückend: Am 20. September 1985 treten Verteidigungsminister Charles Hernu und Geheimdienstchef Pierre Lacoste treten zurück. Und zwei Tage später gibt Frankreich auch offiziell zu, dass sein Geheimdienst das Greenpeace-Schiff auf Befehl versenkt hat. Bis heute ist unklar, ob Präsident François Mitterand von den Anschlagsplänen wusste.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:

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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autorin: Daniela Wakonigg
Redaktion: Christoph Tiegel und Sefa İnci Suvak
Technik: Moritz Raestrup

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