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Sykes-Picot: Verrat an der arabischen Welt

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Am 16.5.1916 unterzeichnen Großbritannien und Frankreich das Sykes-Picot-Abkommen. Sie haben heimlich den Nahen Osten unter sich aufgeteilt. Mit spürbaren Auswirkungen bis heute.

In diesem Zeitzeichen erzählt Marfa Heimbach:

Europa steckt im Ersten Weltkrieg, das Osmanische Reich steht vor dem Zusammenbruch. Während an den Fronten gekämpft wird, verhandeln ein britischer und ein französischer Diplomat im Geheimen über die Zukunft der arabischen Provinzen. Auf einer Karte entstehen Zonen, Einflussgebiete und Sonderverwaltungen. Es geht um Macht, Seewege, Eisenbahnen und künftige Kontrolle.

Doch das Abkommen bleibt nicht geheim. Nach der russischen Revolution wird es veröffentlicht und löst in der arabischen Welt Empörung aus. Gleichzeitig treten weitere Versprechen zutage, die kaum miteinander vereinbar sind. Aus den damaligen Entscheidungen entsteht ein Staatensystem, das Konflikte nicht befriedet, sondern neue hervorbringt und den Nahen Osten dauerhaft prägt.

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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autorin: Marfa Heimbach
Redaktion: Christoph Tiegel, Frank Zirpins
Technik: Sascha Schiemann

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