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Mitgefühl mit Sterbenden: Elisabeth Kübler-Ross

Als Ärztin hört Elisabeth Kübler-Ross Sterbenden zu. Und sie gibt Menschen am Lebensende eine Stimme. Am 8. Juli 1926 wird sie geboren.

In diesem Zeitzeichen erzählt Jana Magdanz:

In den 1960er-Jahren beobachtet die junge schweizer Ärztin Elisabeth Kübler-Ross in Kliniken, dass Sterbende ihre letzten Atemzüge häufig allein tun, oft in fensterlosen, gekachelten Räumen. Unmenschlich - findet sie. Ihre Idee vom würdevollen Lebensende vertritt sie auch gegenüber ablehnenden Kollegen.

Elisabeth Kübler-Ross trifft damals bei Sterbenden und deren Angehörigen auf offene Ohren. Und zugleich auf Unverständnis und Ressentiments bei der Ärzteschaft. Als ihr Vertrag in der Uniklinik Chicago nicht verlängert wird, widmet sie sich ausschließlich ihrer Vortragsarbeit und schreibt gegen das Tabu rund um den Tod an. Ihre Bücher verkaufen sich millionenfach.

Sie selbst erkrankt am Ende ihres Lebens schwer, erleidet mehrere Schlaganfälle und wünscht sich sehnlichst den Tod herbei - wie so viele Menschen vor ihr, die sie auf diesem Weg selbst begleitet hatte. Sie stirbt am 24. August 2004 im Alter von 78 Jahren.

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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autorin: Jana Magdanz
Redakteurin: Sefa Inci Suvak

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