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Als der Rote Baron den Boden unter den Füßen verlor

Seine ersten Flugstunden sammelt Manfred von Richthofen ab de, 30.5.1915 als Luftbeobachter. Doch der Adlige will vor allem Ruhm und Orden. Und so wechselt er bald auf den Pilotensitz.

In diesem Zeitzeichen erzählt Raoul Mörchen :

In den Memoiren des "Roten Barons" klingt die Fliegerei wie ein Kinderspiel. Der Flug ohne Fallschirm in klapprigen Maschinen, deren Holzflügel unterwegs auch schon mal wegbrechen, umknickende Höhenruder, zerfetzte Bespannungen, explodierende Motoren: für Manfred von Richthofen kein Grund, die gute Laune zu verlieren. Die Fliegerei, auch die unter Feindbeschuss, ist einfach "ein großer Spaß". Dieser Spaß beginnt für den gerade 23-Jährigen am 30. Mai 1915 auf dem Flugplatz Butzweiler Hof im Nordwesten Kölns.

Das spätere Flieger-Ass, der gefürchtete Rote Baron, ist als Pilot kein Naturtalent. Das Fliegen hat er nicht im Blut, er muss es mühsam lernen. Zweimal fällt er durch die Pilotenprüfung, gibt nicht auf, bis er an Heiligabend des Jahres 1915 endlich die ersehnte Nachricht erhält: bestanden!

Der Rest ist Geschichte: 80 Abschüsse gelingen ihm, so viel, wie keinem anderen - bis Manfred von Richthofen am 21. April 1918 im Alter von 25 Jahren selbst vom Himmel stürzt. Er wird am 22. April von britischen Soldaten mit allen militärischen Ehren beerdigt.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:

Weiterführende Links:

Hörtipp: Tatort Geschichte in der ARD-Audiothek.

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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Raoul Mörchen
Redaktion: Frank Zirpins

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