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Jan Ullrich: Vom Tour‑Triumph zum Absturz eines deutschen Idols

Am 30. Juni 2006 wird Jan Ullrich wegen Dopings von der Tour ausgeschlossen. Vom Tourhelden zur tragischen Figur - und eine Gesellschaft, die lange nicht hinsehen wollte.

In diesem Zeitzeichen erzählt Stephan Beuting:

Am 15. Juli 1997 attackiert Jan Ullrich auf der Bergetappe nach Arcalis in Andorra. Eigentlich ist der 23-Jährige als Helfer seines Teamkapitäns vorgesehen. Doch an diesem Tag fährt er der Konkurrenz davon, übernimmt das Gelbe Trikot und gewinnt wenige Tage später die Führung der gesamten Tour de France. Deutschland erlebt einen sportlichen Ausnahmezustand: Ullrich wird gefeiert wie ein Volksheld. Der junge Radprofi aus Rostock scheint alles zu haben - außergewöhnliches Talent, die Ausbildung des DDR-Leistungssports und eine Zukunft, die ihm offensteht.

Doch mit dem Erfolg wachsen auch die Erwartungen. Während Doping im Radsport zunehmend sichtbar wird, wollen viele Beteiligte die Euphorie nicht hinterfragen. Als Ullrich Jahre später selbst in einen Dopingskandal gerät, zerbricht sein öffentliches Bild. Es folgen Rückzug, Depressionen und persönliche Krisen.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:

Weiterführende Links:

Hörtipp: Wie wurde aus großer Liebe große Abneigung? Der NDR-Podcast Jan Ulrich: Held auf Zeit

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Die Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Stephan Beuting
Redaktion: Matti Hesse

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