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Das Lied ihres Lebens: Non, je ne regrette rien

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Am 30.12.1960 legt Édith Piaf im Pariser Olympia dem Publikum ihre Seele zu Füßen. Zum ersten Mal präsentiert die Sängerin ihre Lebenshymne "Non, je ne regrette rien".

In diesem Zeitzeichen erzählt Christiane Kopka:

Im Pariser Chanson-Tempel "Olympia" herrscht am Abend des 30. Dezember 1960 aufgeregte Spannung. Zweitausend sind gekommen, um sie noch einmal zu sehen: Édith Piaf, die Legende, Frankreichs musikalisches Nationalheiligtum.

Die winzige Frau, die in einem schlichten schwarzen Kleid im Scheinwerferkegel auf der Bühne steht, ist erst 45. Doch sie sieht aus wie eine Greisin: mit dünnen Haaren, von Arthritis gequält und vom Krebs schwer gezeichnet. Die herzzerreißende Kraft ihrer Stimme aber hat sie nicht verloren.

Das Chanson "Non, je ne regrette rien" ist das Lied ihres Lebens. Édith Piaf bereut nichts. Nicht die vielen Liebhaber, nicht die Exzesse und Ausschweifungen, die sie gesundheitlich ruiniert haben. Hätte sie sich nicht mehr schonen sollen, fragt sie ein Reporter kurz vor ihrem Tod.

"Vielleicht, aber dann hätte ich dem Publikum nicht das gegeben, was ich ihm gegeben habe. Wenn ich etwas gebe, gebe ich ganz." Am Abend dieses 30. Dezember weiß Édith Piaf nicht, dass ihr nur noch 34 Monate zu leben bleiben. Doch sie hat sich längst mit dem Tod arrangiert.

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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autorin: Christiane Kopka
Redaktion: Frank Zirpins
Technik: Theo Kramer

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