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Päpstin Johanna: Legende oder Skandal?

Das Pontifikat von Benedikt III. am 29.9.855 entfacht den Mythos der Päpstin Johanna. Als Mann getarnt soll sie das höchste Amt der Kirche eingenommen haben.

In diesem Zeitzeichen erzählt Christian Kosfeld:

Die Rede ist von der Päpstin Johanna - einer Gestalt, die im 13. Jahrhundert erstmals in Chroniken auftaucht. Demnach soll sie aus Mainz stammen und im 9. Jahrhundert zwei Jahre, sieben Monate und vier Tage als "Papst" in Rom regieren.
Die Legende erzählt von einer hochgebildeten Frau, die in Männerkleidern Karriere macht, sich das Vertrauen der Kurie erschleicht, bis an die Spitze der Kirche aufsteigt - und schließlich mitten in einer feierlichen Prozession ein Kind zur Welt bringt.

Beweise fehlen jedoch: Zeitgenössische Urkunden bezeugen stattdessen den damals amtierenden Papst Benedikt III.. Die Lücken in den alten Papstbüchern liefern zwar Stoff für Spekulationen, doch die Forschung sieht darin keine verschleierte Wahrheit: eine Geschichte, die sich jeder endgültigen Aufklärung entzieht.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:

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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Christian Kosfeld
Redaktion: Viviane Jelenc, Matti Hesse

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