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Skandal und Startschuss: "Nicht der Homosexuelle ist pervers ..."

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Am 3.7.1971 feiert Praunheims Film auf der Berlinale Premiere und löst einen Medienskandal aus. Er wird zum Startschuss für die Schwulen‑ und Lesbenbewegung.

In diesem Zeitzeichen erzählt Gianna Scholten:

Anfang der 1970er-Jahre ist für die meisten homosexuellen Männer undenkbar, offen schwul zu leben. Sie geben sich nach außen bewusst "männlich", um ihre Sexualität zu verbergen. Als größter Feind gilt die "auffällige Tunte", die sofort als homosexuell erkannt wird.

1971 verschiebt Filmemacher Rosa von Praunheim die Perspektiven grundlegend. Seine zentrale Botschaft "Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt", packt er gleich in den Filmtitel. Der Film wird heftig diskutiert, auch in der Schwulen-Szene, für die sich "schwul" damals noch nach Beschimpfung anhört.
Praunheim hat damit sein Ziel erreicht: Sein Werk gilt als Initialzündung für eine neue, selbstbewusstere Schwulenbewegung.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:

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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autorin: Gianna Scholten
Redaktion: Carolin Rückl und Matti Hesse

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