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Das beste Netz der Welt - im Pariser Untergrund

Fast hätte es die beste U-Bahn in Europa nicht gegeben - dann aber legt sich Paris doch noch ins Zeug und baut Tag und Nacht an seiner Métro. Bis heute ein unterirdischer Schatz.

In diesem Zeitzeichen erzählt Andrea Klasen:

Die Entstehungsgeschichte der Pariser Métro gleicht eher einem verknoteten Wollknäuel denn einem taktgenauen Nahverkehrssystem. Der Grund: Die Stadt Paris ist knapp fünfzig Jahre lang nicht kompromissbereit.

Sie will zum Beispiel keinesfalls mit der staatlichen Eisenbahn kooperieren. Bis es fast zu spät ist. Ein französischer Ingenieur muss sein gesamtes Können zur Verfügung stellen, um die erste Linie der Pariser Métro pünktlich auf die Schienen zu setzen.

Im März 1898 liegt die Genehmigung für den Baubeginn der Métro vor. Es schlägt die große Stunde für den 46-jährigen Fulgence Bienvenüe: Als Chefingenieur ist er fortan verantwortlich für die Entstehung der unterirdischen Schnellbahn. Fulgence Bienvenüe und seine Männer arbeiten Tag und Nacht. Vor ihnen liegt die große, manchmal zunächst unlösbare Herausforderung, unterirdische Röhren zu bauen.

Nach nur zwei Jahren Bauzeit kann die Linie 1 am 19. Juli 1900 ihren Betrieb aufnehmen. 10 Kilometer lang ist sie und führt von der Porte Maillot zur Porte de Vincennes, von Ost nach West, quer durch die Stadt. Nur zehn Jahre später ist das 65 Kilometer lange Grundnetz der Métro vollendet. Beliebig erweiterbar für nachfolgende Generationen.

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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autorin: Andrea Klasen
Redaktion: Frank Zirpins
Technik: Sascha Schiemann

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