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Henrik Kauffmanns Alleingang: Der Grönland-Deal mit den USA

Ohne Mandat schließt der dänische Botschafter am 09.04.1941 ein Abkommen mit Washington ab. Die USA sichern sich Militärbasen in Grönland - ein Wendepunkt im Zweiten Weltkrieg.

In diesem Zeitzeichen erzählt Almut Finck:

Nach der Besetzung Dänemarks durch Deutschland am 9. April 1940 weigert sich Henrik Kauffmann, dänischer Botschafter in Washington, Anordnungen der unfreien dänischen Regierung weiter zu befolgen. Am 10. April 1940 erklärt er sich für unabhängig. Die USA kooperieren dennoch weiter mit ihm und sehen ihn als legitimen Vertreter Dänemarks.

Im Winter 1940/41 entscheiden sich die USA, mit Henrik Kauffmann in Verhandlungen zu treten. Der Grund: Kaufmann verspricht den Amerikanern einen Vertrag ohne Verfallsdatum.
Schon kurz nach der Vertragsunterzeichnung am 9. April 1941 entsenden die USA Soldaten nach Grönland, bis zu 6.000 sind in den folgenden Jahren dort stationiert. Sie errichten ein Netz von Stützpunkten, bauen Flugplätze, Häfen, Funk- und Wetterstationen.

Amerikas Präsenz in Grönland dürfte deutlich zum Sieg der Anti-Hitlerkoalition beigetragen haben. Und sie bewahrt die Grönländer in den Kriegsjahren buchstäblich vor dem Verhungern.

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Die Macherinnen hinter diesem Zeitzeichen:
Autorin: Almut Finck
Redaktion: Sefa Inci Suvak
Technik: Annette Skrzydlo

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