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Paracelsus: Wie der "Luther der Medizin" das Heilen reformiert

Paracelsus: How the 'Luther of medicine' reformed healing

Paracelsus stellt die Medizin auf den Kopf. Statt auf die Lehren der Antike setzt er auf Erfahrung - und gerät so bis zu seinem Tod am 24.9.1541 ständig in Konflikte.

In diesem Zeitzeichen erzählt Doris Arp:

Vermutlich 1493 oder 1494 im schweizerischen Einsiedeln als Theophrastus von Hohenheim geboren, nennt er sich später selbst Paracelsus. Er kommt aus einer verarmten Adelsfamilie. Sein Vater ist Arzt und zieht mit dem etwa Achtjährigen nach Kärnten.

Später bereist er zu Fuß, zu Pferd, auf alten Lastkähnen übers Wasser viele fremde Länder. Stets steckt er Augen, Nase, Ohren und seinen Kopf tief in die Landschaft, Kultur und sozialen Umstände. Sicher besucht er auch die ein oder andere medizinische Fakultät am Wegesrand, bleibt aber vermutlich ohne akademischen Titel.

Paracelsus hält es nirgendwo lange aus und ist wohl auch für andere keine angenehme Gesellschaft. Er ist ein schwieriger Mensch, der es auf Konflikt anlegt.
Trotzdem sorgt seine Anhängerschaft, die er schon zu Lebzeiten hat, für einen glorreichen Nachruf. Viele Apotheken, Krankenhäuser, Heilkundliche Schulen schmücken sich bis heute mit seinem Namen. Der Rebell unter den Ärzten lenkt vor fast 600 Jahren den Blick auf den ganzen Menschen.

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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autorin: Doris Arp
Redaktion: Caroline Rückl und Matti Hesse

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