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"Weiberwirtschaft": das Scheitern der ersten Frauenbank

Im Jahr 1916 schließt im Deutschen Reich die erste Bank von Frauen für Frauen. Ihr Ende markiert einen Rückschlag auf dem Weg zu finanzieller Gleichstellung.

In diesem Zeitzeichen erzählt Doris Arp:

Anfang des 20. Jahrhunderts haben Frauen zwar erste Rechte erkämpft, doch über ihr eigenes Geld bestimmen Väter, Ehemänner oder ein Vormund. Abhilfe schafft 1910 ein mutiges Projekt: ein ausschließlich von Frauen geführtes Kreditinstitut. In Berlin können Frauen nun erstmals selbstbestimmt ein Konto eröffnen, Geld anlegen oder Kredite aufnehmen.

Das nötige Finanzwissen liefert die hauseigene Zeitschrift "Frauenkapital". Die männlich dominierte Finanzwelt ist empört und warnt vor einer angeblichen "Übernahme des Kapitals" durch die Frauen. Einige fürchten sogar eine weibliche Weltherrschaft. Dazu kommt es nicht, die Frauenbank muss wegen Zahlungsunfähigkeit 1916 wieder schließen.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:

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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autorin: Doris Arp
Redaktion: Christoph Tiegel und Seva Inci Suvak

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