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SED-Chef Walter Ulbricht: Gestürzt vom politischen Ziehsohn

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Mehr als 20 Jahre bestimmt Ulbricht an der SED-Spitze über die DDR. Dann verliert er Moskaus Unterstützung. Erich Honecker steht am 3.5.1971 für die Übernahme bereit.

In diesem Zeitzeichen erzählt Thomas Klug:

Offiziell dankt Walter Ulbricht am 3. Mai 1971 aus Altersgründen ab, um "diese Funktion in jüngere Hände abzugeben". Die jüngeren Hände gehören Erich Honecker. Seit dem Mauerbau gilt er als Kronprinz der DDR, bestens vernetzt mit Moskau und dort politisch fest verankert.

Ulbricht hingegen ist beim sowjetischen Bruder mit seiner geplanten Wirtschaftsreform in Ungnade gefallen. Als der Kreml grünes Licht für den Machtwechsel gibt, ist Honeckers Aufstieg nicht mehr zu stoppen.

Ob er persönlich bei Ulbricht erschienen ist, um Telefonleitungen kappen zu lassen, lässt sich heute nicht mehr eindeutig klären. Aber Honecker bemüht sich, Ulbrichts Rolle in der offiziellen Geschichtsschreiber möglichst klein zu halten - zugunsten seiner eigenen Legendenbildung.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:

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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Thomas Klug
Redaktion: Carolin Rückl, Sefa Inci Suvak
Technik: Holger Maerten

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