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Heinrich Heine: Warum ein Dichter für seine Worte fliehen muss

Am 17.2.1856 stirbt Heinrich Heine im Exil in Paris - der Dichter, den Zensur und Anfeindungen aus Deutschland treiben, weil seine Worte zu frei und zu politisch sind.

In diesem Zeitzeichen erzählt Christoph Vratz:

Heinrich Heine ist einer der größten, scharfsinnigsten und populärsten Dichter deutscher Sprache. Der gebürtige Düsseldorfer ist gerade 25, da erscheint in Berlin ein schmaler Band mit Lyrik: 58 Texte, darunter später so berühmte Gedichte wie "Belsatzar" oder "Die Grenadiere". Heine entpuppt sich als genauer Beobachter mit spitzer Zunge. Wegen seiner Kritik an bestimmten kirchlichen Zusammenhängen, an Willkürherrschaften und Fürstentümern kommen seine Werke in Deutschland auf den Index.

1831 flüchtet Heine nach Paris, wo er den Rest seines Lebens bleiben wird. Hier lernt er seine große Liebe kennen und macht den Zensoren zuhause auf seine unvergleichliche Art den Prozess: in Feuilletons, Reiseberichten und Gedichten. In seinen letzten Jahren ist Heine an sein Pariser Bett gefesselt. Trotz der schweren Nervenkrankheit lassen seine Schaffenskraft und sein Wille zur politischen Kritik bis zum Tod nicht nach. Der Dichter stirbt am 17. Februar 1856 mit nur 58 Jahren.

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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Christoph Vratz
Redaktion: Sefa Inci Suvak

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