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Frankreich zwischen Ruhm und Schuld: Henri Philippe Pétain

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Henri Philippe Pétain, geb. am 24.4.1856, wird als General im 1. Weltkrieg zum Nationalhelden. Im 2. Weltkrieg führt er das Vichy-Regime und kollaboriert mit Deutschland.

In diesem Zeitzeichen erzählen Markus Harmann und Joachim Heinz:

Die Karriere von Henri Philippe Pétain beginnt im Ersten Weltkrieg. In der Schlacht von Verdun gilt er als besonnener Militär, der das Leben seiner Soldaten schont. Dieser Ruf macht ihn nach 1918 zu einer nationalen Integrationsfigur. Als Frankreich im Zweiten Weltkrieg von Nazi-Deutschland überfallen wird, erscheint der 84-jährige Marschall vielen als letzter Garant für Ordnung und Ehre.

Pétain übernimmt 1940 Frankreichs Regierung und kollaboriert mit dem Angreifer. Das Land wird geteilt: in einen von den Deutschen besetzten Norden und einen von Pétain verwalteten Süden. Dort errichtet er in Vichy einen autoritären Staat, in dem politische Gegner verfolgt werden, antisemitische Gesetze gelten und man sich an der Deportation von Juden beteiligt. Nach der Befreiung Frankreichs wird Pétain zum Tod verurteilt, dann aber begnadigt. Er stirbt 1951 in der Verbannung.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:

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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Joachim Heinz und Markus Harmann
Redaktion: Christoph Tiegel und Matti Hesse
Technik: Annett Bastian

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