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San Marino: Standhaft gegenüber Napoleon, jahrhundertelang frei

Der Legende nach gründet Marinus seine Republik am 3.9.301. Er vermacht sie seinen Anhängern unter einer Bedingung: Sich niemals von Kirche und Königen abhängig zu machen.

In diesem Zeitzeichen erzählt Burkhard Hupe:

Im Jahr 301 flieht der dalmatinische Steinmetz Marinus im Zuge der römischen Christenverfolgung in die schützende Unwegsamkeit des Monte Titano im Gebiet der heutigen Apenninen. Damals ist die Gegend noch karg und arm. Nichts deutet auf den künftigen Wohlstand und Reichtum hin. Marinus errichtet aus dem Kalkstein des Monte Titano zunächst eine Kapelle. Die Urzelle des späteren San Marino.

Immer mehr Menschen schließen sich dem gläubigen Steinmetz an und bauen einfache Steinhütten. Der Bischof von Rimini weiht Marinus schließlich zum Diakon, und nachdem dieser dann der Legende nach auch noch den Lieblingssohn der Landesherrin rettet, bekommt er aus Dankbarkeit zunächst den Monte Titano geschenkt und wird später als San Marinus heiliggesprochen.
Auf seinem Sterbebett soll Marinus seinen Gefolgsleuten im Jahr 366 den Monte Titano mit der Bedingung vermacht haben, sich niemals von der Kirche oder von Königen abhängig zu machen. Das gelingt San Marino ziemlich gut.

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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Burkhard Hupe
Redaktion: Carolin Rückl und David Rother

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