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Moskau brennt: Der Überfall der Krimtataren

Am 24. Mai 1571 verwandeln die Krimtataren Moskau in ein Inferno: Menschen ersticken, Leichen treiben durch die Moskwa. Der Zar flieht. Zurück bleibt ein historisches Trauma.

In diesem Zeitzeichen erzählt Daniela Wakonigg:

Im Mai 1571 legen die Krimtataren Moskau in Schutt und Asche. 60.000 Menschen sollen dem Brand zum Opfer gefallen sein, rund die Hälfte der damaligen Stadtbevölkerung.

Die Stadt Moskau wird 1147 erstmals urkundlich erwähnt und ist zunächst Mittelpunkt eines Mini-Fürstentums. Doch seine Herrscher setzen alles daran, ihr Reich zu vergrößern. Im 16. Jahrhundert wird das geografisch massiv gewachsene Großfürstentum Moskau zum "Zarentum Russland" erklärt. Sein erster Zar ist Iwan IV., genannt "der Schreckliche".

Iwans Mission ist es, das ganze Gebiet der ehemaligen Rus wieder unter seine Kontrolle zu bringen. Er erobert tatarische Kleinreiche in der Region, führt mit Polen-Litauen Krieg um Ländereien und macht recht deutlich, dass er nicht vorhat, mit den Eroberungen aufzuhören.

Auch den Osmanen ist das aufstrebende Russland ein Dorn im Auge. Und so fallen die mit ihnen verbündeten Krimtataren 1570 in Iwans Reich ein. Im folgenden Jahr durchbricht ein riesiges Heer der Krimtataren auch mit osmanischer Verstärkung die russischen Stellungen an der Oka und brennt Moskau nieder.

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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Daniela Wakonigg
Redaktion: Sefa Inci Suvak
Technik: Jürgen Mönkediek

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