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Paul Löbe: Ein Leben für Demokratie - und gegen die Extreme

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Paul Löbe (geb. 14.12.1875) kann davon berichten, wie eine parlamentarische Demokratie aufgebaut wird, wie sie funktioniert und wie schnell sie zu Grunde gehen kann.

In diesem Zeitzeichen erzählt Rüdiger Weidenfeld-Kramer:

Eigentlich will Paul Löbe nicht in die Politik. Seine Parteifreunde von der SPD sind da anderer Meinung: Sie wollen ihn in den Reichstag schicken, als es nach der deutschen Revolution von 1918 um eine verfassungsgebende Versammlung geht. Löbe wird einstimmig als Kandidat nominiert und gibt schließlich nach.

Nachdem die SPD 1920 bei der ersten Reichstagswahl die stärkste Fraktion geworden ist, macht Löbe Karriere als Parlamentspräsident der Weimarer Republik - von 1920 bis 1932, unterbrochen nur durch wenige Monate. Dann wird die NSDAP stärkste Fraktion und Hermann Göring sein Nachfolger.

Auch im letzten Akt seines langen politischen Werdegangs bekleidet Paul Löbe noch einmal ein Amt, das er sich nicht selbst ausgesucht hat: Er wird der Alterspräsident des ersten deutschen Bundestages.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:

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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Rüdiger Weidenfeld-Kramer
Redaktion: Matti Hesse
Technik: Nico Söllner

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