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Hitlers Vorzeige-Boxer: "Tiefschlag-Weltmeister" Max Schmeling

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Ein gegnerisches Foul macht ihn am 12.6.1930 zum Weltmeister. Erst dafür verspottet, wird Schmeling dann doch zum Jahrhundertboxer – und zum Propaganda-Liebling der Nazis.

In diesem Zeitzeichen erzählt Burkhard Hupe:

Es ist ein Duell der Giganten: Am 12. Juni 1930 beobachten knapp 80.000 Fans im New Yorker Yankee Stadium wie Max Schmeling und Josef Paul Zukauskas, alias Jack Sharkey, um den Weltmeister-Titel kämpfen. Der US-Amerikaner ist der klar bessere Boxer – macht aber Fehler. Das wird ihm zum Verhängnis, denn in der vierten Runde landet sein Schlag unterhalb der verbotenen Gürtellinie. Der Schiedsrichter disqualifiziert Sharkey. Max Schmeling ist damit der erste deutsche Boxweltmeister im Schwergewicht.

In der Heimat wird Max Schmeling jedoch als "Tiefschlag-Weltmeister" verspottet. Fokussiert und voller Ehrgeiz lässt sich der Boxweltmeister nicht unterkriegen und trainiert weiter. Im Juni 1936 trifft er auf Joe Louis. Der junge Schwarze US-Amerikaner gilt als unschlagbar: In 27 Kämpfen hat er 27 Mal gewonnen. Alles spricht für Louis. Doch Schmeling schlägt Louis K.O. – eine Sensation! Jetzt jubelt ganz Deutschland. Und das Nazi-Regime stilisiert Max Schmeling zum deutschen Helden.

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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Burkhard Hupe
Redaktion: Carolin Rückl und Matti Hesse

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