podqast

Dom Pérignon: Der Mönch und der Champagner-Mythos

Dom Pérignon gilt als Erfinder des Champagners. Warum das nicht stimmt - und der Mönch (gestorben am 14.9.1715) dennoch zur Legende wurde.

In diesem Zeitzeichen erzählt Raoul Mörchen:

Schon im 18. Jahrhundert ist die Champagne für ihre berühmten Weißweine bekannt. Aber der Erfolg eines Jahrgangs ist noch ein Zufallsprodukt. Ändern will das der Benediktinermönch Dom Pérignon, der im Kloster Hautvillers als Kellermeister arbeitet und für die Weinproduktion verantwortlich ist.

Mithilfe seines ausgezeichneten Geschmacksinns wählt er die Trauben aus, die zusammen verarbeitet werden dürfen, um durch den Verschnitt die Weine zu veredeln. Gleichzeitig findet er heraus, dass man die Qualität eines Weines steigern kann, wenn man zuvor den Ertrag am Rebstock reduziert. Er führt auch den gesicherten Korken und dickwandigere Flaschen ein. So kann der Champagne-Wein auch im noch prickelnden Zustand angeboten werden.

Nach dem Tod von Dom Pérignon am 14. September 1715 perfektionieren seine Nachfahren seine Methoden. Den Champagner regelrecht erfunden hat der Mönch zwar nicht, ist aber so etwas wie sein geistiger Vater. Mittlerweile ist aus der einstigen Person längst der Mythos Dom Pérignon geworden.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:

Weiterführender Link:

Hörtipp:

Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob?
Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de
Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens!

Das ganze Zeitzeichen-Archiv gibt’s hier.

Die Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Raoul Mörchen
Redaktion: Matti Hesse

Episode page ↗
More from WDR Zeitzeichen