podqast

Warum Revolutionen scheitern: Poppers Warnung vor der Utopie

AboutHistory

Karl Popper flieht vor den Nazis und analysiert totalitären Terror. In "Die offene Gesellschaft und ihre Feinde" plädiert er 1945 für Demokratie - und gegen Heilslehren.

In diesem Zeitzeichen erzählt Marfa Heimbach:

Karl Popper ist einer der bedeutendsten Denker des 20. Jahrhunderts. "Die offene Gesellschaft und ihre Feinde" ist sein berühmtestes Werk. Es umfasst 1.000 Seiten und wird in 23 Sprachen übersetzt. Darin fragt er: "Wie kann eine Gesellschaft dauerhaft offenbleiben: für Kritik, Reform und individuelle Freiheit, um so der totalitären, geschlossenen Gesellschaft entgegenzuwirken?"

Seine Antwort: Das utopische Denken vom idealen Staat müsse vermieden werden. Genau dieses Denken habe zu totalitären, mörderischen Ideologien des frühen 20. Jahrhunderts geführt. Popper propagiert friedfertige Reformen, keine gewaltsamen Revolutionen. Er sagt: "Wir haben die Wahrheit nicht in der Tasche." In die Wissenschaftstheorie geht seine Position als "Kritischer Rationalismus" ein.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:

Weiterführende Links:

Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob?
Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de
Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens!

Das ganze Zeitzeichen-Archiv gibt’s hier.

Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autorin: Marfa Heimbach
Redaktion: Carolin Rückl und Sefa Inci Suvak
Technik: Nicolas Dohle

Episode page ↗
Also about history
Every episode about History
More from WDR Zeitzeichen