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Bayerns Robin Hood: Räuber Matthias "Hiasl" Klostermayr

Den einen ist er ein Volksheld, den anderen ein Verbrecher: Matthias Klostermayr raubt, wildert - und versorgt die Bauern mit Fleisch. Am 3.9.1771 wird er hingerichtet.

In diesem Zeitzeichen erzählt Marko Rösseler:

Für die einen ist er ein Volksheld, eine Art Robin Hood, für die anderen ein Verbrecher. Und so ein wenig Recht haben bei diesem Streit um den Bayerischen Hiasl wahrscheinlich beide Seiten. Schon als Junge kann Matthias Klostermeier hervorragend schießen. Schon früh erlegt er seinen ersten Hirsch. Nun darf nicht jeder einfach Hirsche schießen. Jagen darf damals nur der Adel und der hohe Klerus.

Klostermeier und seine Anhänger sind jedoch davon überzeugt, dass sie ein Recht auf das freie Wild haben. Und schon bald beschränkt Klostermeier sich nicht mehr auf das Wildern. Die Hiasl-Bande raubt und plündert, überfällt Forst- und Wirtshäuser. Es gibt Tote.

Im Dezember 1770 macht sich eine militärische Expedition auf die Suche nach dem Hiasl und seiner Bande. Am 14. Januar 1771 wird der Hiasl festgenommen. Er verpfeift alle seine Komplizen und Helfer und gesteht Räubereien, Landfriedensbrüche und Totschläge.

Am 6. September 1771 wird Matthias Klostermeier hingerichtet - wobei der Henker mit großem Einfallsreichtum zu verschiedenen, äußerst brutalen Mitteln greift.

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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Marko Rösseler
Redaktion: Carolin Rückl und Matti Hesse
Technik: Sarah Fitzek

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